Bereits seit November 2008 erinnert bei der Ärztekammer Niedersachsen ein Denkmal des Künstlers Peter Schmitz an die verfolgten Ärztinnen und Ärzte Hannovers: Fünfzehn Glaswürfel auf unterschiedlich hohen Stelen enthalten Bilder und biografische Daten; ein Würfel ist leer – und steht damit für die vielen, die nicht genannt sind oder deren Schicksal nicht mehr geklärt werden kann.
Ein Arbeitskreis der Ärztekammer Niedersachsen mit Raimund Dehmlow, Dr. med. Cornelia Goesmann, Professor Dr. med. Gabrielle Kraus, Professor. Dr. rer.nat. Brigitte Lohff, Dr. med. Ricarda Niedergerke, Dr. med. Udo Niedergerke und Dr. phil. Peter Schulze zeigte hier beispielhaften persönlichen Einsatz.
Entlassungen, das Verbot kassenärztlicher Tätigkeit und schließlich das totale Berufsverbot entzogen jüdischen Ärzten im nationalsozialistischen Deutschland ab 1933 schrittweise die Existenzgrundlage. Medizinhistoriker schätzen, dass nach dem endgültigen Approbationsentzug im September 1938 von ursprünglich 8 000 jüdischen Ärzten nur noch rund 700 als so genannte „Krankenbehandler“ zugelassen waren, beschränkt auf jüdische Krankenhäuser und Patienten.
Dieses Denkmal wird ab 2024 in dem Neubau der Ärztekammer Niedersachsen wieder zu sehen sein. Eine Verbindung und Zusammenarbeit mit der Ausstellung „Fegt alle hinweg“ ist in Planung.



